


Eröffnung der Sonderausstellung im Goldbergmuseum

15.Mai 2011
14:00 – 17:00 Uhr
15:00 Uhr
Es spricht:
Dr. Jörg Bofinger
vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart
und Bürgermeister Günther Neumeister
Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen
von 14:00 - 17:00 Uhr
das Museum zu besichtigen und bei Kaffee und Kuchen zu verweilen.
Trassenarchäologie – Herausforderung und Chance
Lineare Großprojekte wie der Bau von Bahnlinien, Straßen oder Pipelines bedeuten beträchtliche Einschnitte in einzigartige Kulturlandschaften. Für die schweren Baumaschinen muss eine stellenweise bis zu 20 m breite Schneise als Arbeitsstreifen durch die Landschaft gezogen werden.
In der Regel lässt sich die Zerstörung von Bodendenkmalen bei linearen Großprojekten nicht vermeiden Die archäologische Überwachung von solchen Baumaßnahmen ist somit unerlässlich. Durch den Aufschluss einer Leitungs- oder Straßentrasse über viele Kilometer hinweg bietet sich die Gelegenheit ungefilterte Aufschlüsse und Einblicke in eine Siedlungslandschaft zu erhalten.

Die EPS-Pipeline – eine einschneidende Maßnahme
Die Ethylen-Pipeline Süd (EPS), verläuft von Münchsmünster in Bayern durch Baden-Württemberg nach Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz. Die Trasse der EPS läuft im Nördlinger Ries unweit von Goldburghausen von der Landesgrenze nach Bayern in Richtung Kirchheim am Ries. Einige der dort geborgenen Fundestücke werden in dieser Sonderausstellung gezeigt.






Goldburghausener Goldstück wird 25
RIESBÜRG-GOLDBURGHAUSEN - Vor 25 Jahren hat sich das Goldburghausener Rathaus in eine Schatzkammer verwandelt: Seither haben fast 50 000 Besucher Ausgrabungsfunde aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit bewundert. Das Goldbergmuseum feiert am Freitag und Sonntag, 9. und 11. Oktober, Geburtstag.
(sz) Hans Pfletschinger hatte vor mehr als 25 Jahren die Idee, das ehemalige Goldburghausener Rathaus als Museum zu nutzen. Der inzwischen verstorbene Hobbyhistoriker fand in dem damaligen Bürgermeister Berthold Sigle einen Verbündeten - das Museum öffnete im Mai 1984. Pfletschinger war nicht nur geschichtlich interessiert, sondern auch technisch und künstlerisch begabt. "Er hat zum Beispiel das Modell eines steinzeitlichen Hauses gebaut, das noch heute in der Ausstellung zu sehen ist", bemerkt Ortsvorsteher Thomas König.
Sowieso ist das Goldbergmuseum ein Museum zum Anfassen. Klar, die wertvollen Funde und Modelle sind sicher hinter Glas verwahrt, doch originalgetreue Werkzeuge wie Steinsäge und Steinbohrer dürfen die Besucher testen. "Daran haben sich seit der Eröffnung des Museums schon viele Leute versucht", sagt Museumsleiter Johann Rahm. Nachbauten und Fundstücke der Ausgrabungen am Goldberg werden im Museum durch geschichtliche Informationen, Fotos und Zeichnungen ergänzt.
Riesbürgs Bürgermeister Günther Neumeister ist stolz auf das räumlich kleine, aber inhaltlich feine Goldbergmuseum. Auch auf das Engagement der Bürger. "Es ist eine Besonderheit, dass das Museum ehrenamtlich betrieben wird." Von April bis Ende Oktober ist sonn- und feiertags stets ein Mitglied des Arbeitskreises Goldbergmuseum da, um Besuchern die Exponate zu erklären. Den 83-jährigen Johann Rahm nennt Neumeister "die Seele des Museums". Er führt auch auf Anfrage durch die Ausstellung.
Am Freitag und Sonntag, 9. und 11. Oktober, wird das Museum gefeiert. Die Gäste erwartet ein unterhaltsames Programm, das Ortsvorsteher Thomas König, Gemeinderätin Waltraud Weiß und Museumsleiter Johann Rahm organisiert haben (über den Ablauf berichten wir kommende Woche). Übrigens: Damit das Goldstück von Goldburghausen an seinem 25. Geburtstag noch mehr glänzt als sonst, haben viele fleißige Helfer ihr Museum mit kleineren Renovierungsarbeiten auf Vordermann gebracht.
Bericht: Ipf & Jagst-Zeitung 29.09.2009 von Caroline Faltus







